Antonie ist ...

Antonie ist ...

Antonie Tolle betritt die Bühne, weil sie gerne singen möchte. Gerade das aber kann sie nicht. Was sie auch weiß … und das erleichtert ihr den Auftritt nicht gerade.

 

Mit ihrem Ungeschick taugt Frau Tolle ebenso wenig als Hausdetektivin – angestellt vom Arbeitsamt, wo sie eigentlich eine Stelle als Sängerin suchte – wie als Bauernhofbesitzerin. Ihre Versuche, Musik zu erklären sind nicht gerade wissenschaftlich und bei ihr in Therapie gehen würde man auch lieber nicht.

 

Denn aufgepasst! Wenn Frau Tolle Gefahr läuft, völlig in Unfähigkeit zu erstarren, übernimmt ein kindlicher Teil in ihr, Antonie, das Zepter. Antonie ist heiter, aufbrausend und auf naive Weise herrlich subversiv. Wenn alle Stricke reißen und Antonie sämtliche Logik zertrümmert hat, tritt eine dritte Facette ihrer Persönlichkeit hervor: Die Diva! Diese hat ihrerseits so viele Gesichter wie das Leben Lieder bereithält. Und sie kann singen! Die Lieder steigen wie Träume auf, in denen das, was Frau Antonie Tolle nicht kann, ebenso eingeholt wie persifliert wird.

 

Antonie, also ... ist ein amüsantes Spiel, in dem Frau Tolle ihre ganz persönliche Metarmorphose erfährt.